Rennbericht Rossau 15. August 2004
Mit Sonnenschein fing alles an. Dies aber nur am Renntag zum 40-sten
Grand Prix Rossau. In der Woche zuvor litten die Veranstalter mehr
unter Unwettern. So kam es, dass am Donnerstag, wie schon im vergangenen
Jahr, ein Sturm das Festzelt dem Erdboden gleichmachte! Mit der
Übung vom Vorjahr und grossem Einsatz schafften es die Helfer,
das Festzelt ein zweites mal, zeitgerecht für den Renntag,
aufzustellen.
Die früh eintreffenden FahrerInnen fanden, nebst einer unglaublichen
Unordnung auf der Strecke, leicht frustrierte und enttäuchte
Funktionäre des Veranstalters. Haben doch Vandalen in der Nacht
einen Grossteil der Strohballen aufgeschnitten und auf der ganzen
Strecke verteilt, dies nebst weiteren Sachbeschädigungen in
der Gegend. Trotz dieser grossen Enttäuschung beim Veranstalter
über die offensichtlich heutzutage auch auf dem Lande weit
verbreitete Verrohung unserer Gesellschaft, schafften es die anwesenden
Helfer das Stroh zu beseitigen und die Rennstrecke zu reinigen.
Glücklicherweise stehen in Rossau sehr viele Strohballen, bereits
in Säcke verpackt, zur Verfügung, so dass die Streckensicherung,
trotz den Vandalen sichergestellt, war.
Mit kleiner Verzögerung erfolgte der Start zum ersten Lauf
der insgesamt 121 TeilnehmerInnen. Infolge der Startverzögerung
verkürzte sich die Mittagszeit was zusammen mit der erfreulich
grossen Zuschauerzahl zu einem Spitzenandrang in der Festwirtschaft
führte.
In Rossau findet sich jeweils eine grosse Vielfalt an Seifenkisten.
In der Kategorie „Freie Fahrer“ sind durch die grosse Freiheit in
den Bauvorschriften sehr vielfältige Gefährte zu sehen.
Auf eben einer solchen „freien Kiste“ erzielte die ehemalige, erfolgreiche
Andrea Wälti Tagesbestzeit. Auf Ihrer ehemaligen, schnellen
LISTA-Kiste war Sie deutlich schneller als ihr Bruder Simon und
die weiteren LISTA-Fahrer.
Das Derby-Rennen in der LISTA-Kategorie gewann, einmal mehr, unser
„Schumi der Seifenkisten“, der Seriensieger Simon Wälti. Platz
zwei belegte Rolf Ledergerber und den dritten Rang teilten sich
zeitgleich Priska Keller und Sandro Zeller. Die geringen Zeitabstände
zeigen einerseits wie breit die Spitze im Seifenkisten-Rennsport
ist und andererseits auf welch hohem Niveau und mit welcher Seriosität
die Spitzenfahrer der LISTA-Seifenkisten Derbys ihren schönen
Jugendrennsport betreiben.
Aus Anlass der 40-sten Austragung und damit das älteste Rennen
in der Derby-Rennserie, präsentierte der veranstaltende Sport
Club Rossau eine besondere Pausenattraktion. Demonstrationsfahrten
auf der Rennstrecke, allerdings ohne die Schikanen, mit zwei Formel
Ford Rennwagen erfreuten die rennsportbegeisterten Zuschauer.
Nach dem Wiederherstellen der Strecke für die doch etwas langsameren
Seifenkisten ging auch der dritte Rennlauf problemlos über
die Bühne oder vielmehr über die Rennstrecke. Dank der
rundum guten Organisation und dem optimalen Einsatz der neuen Zeitmessanlage
mit Zwischenauslösung wurde das Rennen mit lediglich einer
Laufwiederholung reibungslos beendet.
Allen die dazu beigetragen haben, vom OK Rossau über die vielen
Helfer, die Zeitmesser bis hin zu den IG-Funktionären, gebührt
ein herzlicher Dank.
Roland Zehnder
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