Geschichte der Seifenkistenrennen

Seifenkistenrennen sind – wie könnte es anders sein – eine amerikanische Erfindung. Ein ideenreicher Unternehmer aus Dayton/Ohio bildete die Umrisse eines kleinen Rennwagens auf einer hölzernen Seifenkiste („soap box“) ab und lieferte die übrigen erforderlichen Teile kostenlos.

Dem Reporter Myrton E. Scott von der “Dayton Daily News“ ist es zu verdanken, dass aus dem Kinderspass ein in feste Regeln gefasster Jugendsport wurde, dem heute noch Tausende von Jugendlichen auf der ganzen Welt frönen. Die erste amerikanische Meisterschaft wurde 1934 veranstaltet und fand ab 1935 ohne Unterbruch in Akron/Ohio am selben Ort statt. Amerikanische Soldaten führten diese Jugendveranstaltungen auch in Europa ein.

Wie weit Seifenkistenrennen historisch zurückreichen, wird wohl immer eine ungeklärte Frage bleiben. Gewiss werden Buben und Mädchen seit Erfindung das Rades den Rennspass durch die Erdbeschleunigung ausgenutzt haben. In Deutschland soll das erste Kinderautomobilrennen, dessen Austragungsmodus den heutigen Seifenkistenrennen sehr ähnlich gewesen sein soll, im Jahre 1904 in der Taunusstadt Oberursel durchgeführt worden sein. In der Schweiz ist als unser ältestes Seifenkisten–Rennen eine Veranstaltung aus dem Jahre 1934 in Biberstein bekannt. Ob vorher bereits Seifenkisten–Rennen stattgefunden haben ist nicht bekannt.

Livia Mühlestein

Erste Vorschriften und Richtlinien für den Bau der Seifenkisten und die Durchführung der Rennen wurden 1970 von der General Motors Suisse SA und der Rivella AG herausgegeben. Nachdem sich 1974 General Motors zurückgezogen hatte, liefen die Rennen der Schweizer–Meisterschaft bis Mitte 1990 unter dem Patronat der Firma Rivella. Ab Saison 1991 hat die LISTA Gruppe zusammen mit der AMAG die Schirmherrschaft übernommen. Ideell und finanziell unterstützt wurden diese Patronatsträger vom TCS und dem VSCI (Verband Schweizer Carrossier).

Auf Ende 1992 hat sich der TCS und auf Ende 1993 die AMAG vom Seifenkistenrennsport zurückgezogen. Ab der Saison 2003 konnte nebst den zwei langjährigen Hauptsponsoren LISTA und VSCI neu CASTROL als weiterer Hauptsponsor gewonnen werden. Ab der Saison 2007 ist dieser Hauptsponsor durch die Firma MOTOREX (Oil of Switzerland) abgelöst worden. In der Saison 2009 konnten Frifrench (Salatsauce) und Appenzellerkäse als Sponsoren der Strohballensäcke gewonnen werden.

Seit der Saison 2010 unterstützt uns Renault als zusätzlicher Hauptsponsor. Ebenfalls wurde mit der Jugendzeitschrift 4-Teens eine Medienpartnerschaft eingegangen. Ab der Saison 2016 ist die autobau AG neu unser Hauptsponsor und übernimmt das Engagement der LO Lista Office.